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Artikel eingestellt am: 10.03.2005
Möglichkeiten für Usability-Tests
Für größere und kommerziell orientierte Webprojekte
kommen eigentlich nur professionelle Usabilitytests in Frage.
Bei solchen Tests werden Testpersonen gegen ein Honorar gebeten, verschiedene Aufgaben auf
der zu testenden Website durchzuführen.
Hierbei wird das Verhalten der Testpersonen genau beobachtet und ein Protokoll über
jede Testsitzung angefertigt. Außerdem wird jede Sitzung auf Videoband festgehalten.
Anschließend werden die Protokolle und Videoaufnahmen analysiert. Die hierbei
gewonnenen Erkenntnisse werden diskutiert und auf das Webprojekt angewendet.
Bei großen Projekten ist es durchaus möglich, dass mehrere Testreihen angesetzt
werden, die nach verschiedenen Abschnitten der Siteerstellung durchgeführt werden.
Für professionell durchgeführte Usabilitytests müssen derzeit Kosten von
ca. 1000 Euro pro Testreihe kalkuliert werden. Diese Kosten aufzubringen lohnt sich jedoch,
da diese Art des Testens die effektivste ist.
Wenn das Budget für solche Usability Tests nicht reicht, ist eine gute Alternative,
sich von einer unabhängigen Fachkraft ein Gutachten anfertigen zu lassen. Solche
Gutachten können von Seitenentwürfen oder von fertiggestellten
Internetpräsenzen angefordert werden. Aus einem professionell erstelltem Gutachten
lassen sich wertvolle Erkenntnisse entnehmen, die man dann auf das Projekt anwenden kann.
Die Kosten solcher Gutachten hängen vom Umfang der zu testenden Site ab. Es ist jedoch
mit erheblich geringeren Beträgen zu rechnen als bei den Tests, die mit Probanden
durchgeführt werden.
Für kleinere Webprojekte
sind auch diese Kosten häufig zu hoch, so dass alternativ getestet werden muß.
So gibt es die Möglichkeit kostenlose Testpersonen (Freunde, Bekannte oder Mitarbeiter)
bei der Bedienung der Website zu beobachten und daraus Schlüsse zu ziehen. Man sollte
hierbei allerdings mehr auf seine Beobachtungsgabe vertrauen, als auf die Kommentare aus
diesem Personenkreis, da deren Beurteilungen in der Regel viel zu positiv sind.
Außerdem sollte man darauf achten, dass die Testpersonen möglichst wenig
Vorwissen über die Website mitbringen, sich also ähnlich wie unbedarfte Surfer
verhalten.
Eine andere kostenlose Möglichkeit ist, sich selbst in die Lage eines Besuchers zu
versetzen und Seitenbesuche zu simulieren.
Hierbei sollte man sich verschiedene Aufgaben ausdenken, und abschätzen, ob Besucher,
die mit unterschiedlicher Motivation und über unterschiedliche Einstiegspunkte auf die
Site gelangen, eine Chance haben, das zu finden, was sie suchen.
Diese Testart setzt allerdings ein gewisses Maß an Internet-Erfahrung voraus, um richtige
Erkenntnisse hervorzubringen.
Wie ein solcher, zu Testzwecken simulierter, Seitenbesuch aussehen kann, soll nachfolgend
am Beispiel der Website des Unternehmensberaters (bekannt aus den Bereichen:
Planung einer Website
und
Aufbau einer Website
)demonstriert werden.
Günter Dehne
Weiter geht es mit dem Abschnitt:
Simulation eines Besuches der Website
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