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Artikel eingestellt am 05.03.2005

Texte fürs Internet

Texte fürs Internet sollten sich von anderen Texten etwas unterscheiden, da das Lesen von Monitoren schwerer fällt, als von einer Papiervorlage. Deshalb hierzu einige Hinweise.

Textaufbau und -länge

Um Besuchern das Lesen von Texten zu erleichtern, sollten diese recht abwechslungsreich gestaltet werden. Absätze, Auflistungen und Illustrationen helfen, Textblöcke aufzulockern und verleiten eher zum Lesen, als lange durchgehende Textbereiche.
Außerdem sollte man beim Texten fürs Internet sehr darauf achten, dass die Texte insgesamt nicht zu lang werden. Ellenlangen Text liest am Monitor ohnehin kaum jemand. Er wird allenfalls überflogen. Deshalb sollte geprüft werden, ob erste Textentwürfe noch gekürzt werden können. In den meisten Fällen läßt sich eine Reduzierung vornehmen.

Wenn Textblöcke dennoch relativ lang geraten, sollte ggf. zusätzlich eine Version angeboten werden, die für einen Ausdruck optimiert ist, damit die Besucher solche Texte dann mittels eines Ausdruckes komfortabel lesen können.


Schriftfarbe, -art und -größe

Die Farbe der Schrift läßt sich mittels Font- oder Styleangaben festlegen. Bei der Wahl der Farbe sollte darauf geachtet werden, dass der Kontrast zum Hintergrund ausreichend ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Lesbarkeit nicht auf allen Bildschirmen gewährleistet ist.

Bei der Wahl der Schriftart gehen die Meinungen etwas auseinander. Einige Experten empfehlen, stets eine serifenlose Schriftart wie z. B. Verdana zu benutzen, da serifenlose Schriften am Monitor besser lesbar sind. Andere empfehlen, überhaupt keine Änderungen der Schriftart über Style- oder Fontangaben vorzunehmen, da nicht sicher ist, dass die gewählte Schriftart auf dem Rechner des Nutzers zur Verfügung steht.
Meiner Meinung nach, ist es durchaus sinnvoll, eine Schriftart vorzugeben. Bei der Wahl dieser Schriftart sollte man allerdings auf exotische Schriftarten verzichten und im Quelltext immer einige Alternativen anzubieten, falls der Rechner des Besuchers tatsächlich nicht über eine angegebene Schrift verfügt.

Wenn man die Schriftgrößen verschiedener HTML Elemente ändern will, dann sollte man hierbei stets relative Größenangaben verwenden.
Warum?
Browser geben den Nutzern die Möglichkeit, die Größe der angezeigten Schrift zu verändern. So läßt sich die Schriftgröße z. B. auf 150% erhöhen. Bei so großen Schriften wird das Design der meisten Internetseiten jedoch völlig auseinander gerissen. Um das zu verhindern, bevorzugen viele Webmaster die Angabe fester Schriftgrößen. Dieses Vorgehen ist aber wenig sinnvoll, da:
  • einige Browser feste Schriftgrößen ohnehin ignorieren, falls der Nutzer eine Größenänderung vornimmt, und
  • die Nutzer, die Änderungen an der Schriftgröße vornehmen, dieses keinesfalls machen, um Webmaster zu quälen, sondern weil sie die Texte ansonsten nicht lesen können, da sie einfach etwas schlechter sehen können.
Deshalb rate ich, veränderte Schriftgrößen in relativer Form anzugeben und beim Entwerfen von Webseiten einige verschiedene Browsereinstellungen zu testen. Das bei sehr großen Schrifteinstellungen das Design der Internetseiten leidet, wird sich kaum ganz verhindern lassen. Kompromisslösungen sollten aber zu finden sein.


Linktexte

Die Texte, die man für Hyperlinks verwendet, sollten immer einen beschreibenden Charakter haben. Linktexte, wie zurück oder hier geht es weiter, nützen recht wenig, da man nicht wissen kann, wohin diese Links führen werden.
Der Text eines Links sollte stets beschreiben, wohin dieser Link führt. Beschreibungen, wie Übersicht über Elektrogeräte oder zur Startseite, verraten dem Besucher, wohin er nach seinem Klick gelangen wird.

Wenn es sich mit dem Design der Internetseite vereinbaren läßt, sollte man die ursprüngliche Darstellung eines Hyperlinks (blaue Farbe und unterstrichen) nicht ändern, da dann jeder weiß, dass er diesen Text anklicken kann. Verlangt das Seitendesign wirklich eine Änderung dieser nützlichen Konvention, sollte man sehr darauf achten, diese Änderungen so durchzuführen, dass wirklich deutlich wird, dass es sich um Hyperlinks handelt.


Von: Günter Dehne

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