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Artikel eingestellt am 05.03.2005
Warum man PopUp-Fenster vermeiden sollte
Jeder, der schon durchs Internet gesurft ist, wurde bestimmt schon mit sog. Popup-Fenstern konfrontiert, die sich
beim Laden oder Verlassen von Seiten automatisch öffnen.
Diese Fenster sollen zumeist Werbezwecken dienen. Besucher sollen z. B. auf aktuelle Angebote aufmerksam gemacht
werden.
Warum man diese Art der
Popup Werbung
besser vermeiden sollte und wie man Popup-Fenster sinnvoller einsetzen kann, soll
im Folgenden erläutert werden.
Popups = Antiwerbung für viele Besucher
Einen großen Anteil von Internetsurfern wird man mit Popup Werbung eher vergraulen als zur Nutzung von Angeboten animieren, da:
1. Sie halten Popups für viel zu aufdringlich!
Die häufigste Nutzung von Popup Werbung ist wohl das automatische öffnen eines neuen Fensters, nach dem man auf die
Startseite einer Internetpräsenz gelangt ist.
In diesem Fenster werden dann die aktuellen Sonderangebote oder Sonderaktionen vorgestellt.
Viele werden sich jetzt fragen, was denn daran aufdringlich sein soll.
Um das zu erläutern möchte ich einmal den Vergleich zur Realwelt ziehen.
Stellen Sie sich vor, Sie machen einen Einkaufsbummel in irgendeiner Fußgängerzone und betreten ein Geschäft, weil
Sie sich dort etwas genauer umsehen wollen.
Noch bevor Sie sich überhaupt einen ersten Eindruck von dem Laden gemacht haben, stürzt plötzlich ein jungdynamischer
Verkäufer auf Sie zu. Er fragt Sie nicht, was Sie wollen, sondern beleuchtet unaufgefordert sofort alle Sonder- und
Spezialangebote.
Als besonders freundlich wird dieses Vorgehen wohl nur von recht wenig Kunden empfunden werden.
Bei Internetangeboten sieht das ganz ähnlich aus. Viele Nutzer möchten sich lieber selber einen Überblick über das
Angebot machen und nicht sofort (durch ein Popup) von ihrem eigentlichen Anliegen abgelenkt werden.
2. Sie sind bereits negativ vorbelastet.
Wer häufiger im Netz unterwegs ist, wird wahrscheinlich schon einmal eine Website besucht haben, wo ein wahres
"Popup Inferno" stattgefunden hat.
Auf solchen Seiten kann man die Fenster gar nicht so schnell schließen, wie sich neue Fenster öffnen.
Solche Erlebnisse wirken sich als äußerst negativ prägend aus. Wer so etwas erlebt hat, bleibt dauerhaft
voreingenommen.
Sobald solche Besucher auf anderen Seiten mit Popup-Fenstern konfrontiert werden, wird auf den Seiten zumeist nichts
Gutes mehr erwartet. Viele werden den Besuch sofort wieder abbrechen, da sie davon ausgehen, auf weitere "Nervereien"
zu treffen.
Sinnvollerer Einsatz von Popup-Fenstern
Wenn man auf Popups nicht völlig verzichten möchte, sollte man eine Grundregel beachten.
Lassen Sie immer den Besucher entscheiden, ob er das Fenster sehen will, oder nicht!
Wenn ein Besucher aktiv auf einen Link klickt, erwartet er eine Aktion. Öffnet sich durch die Aktion ein neues
Fenster, so wird er dies zumindest als deutlich weniger nervig empfinden. Dies gilt insbesondere, wenn der Link mit
dem Hinweis versehen wurde, dass sich ein neues Fenster öffnen wird.
Bezogen auf obiges "Realwelt Beispiel" würde das in etwa so aussehen:
Sie betreten einen Laden, schauen sich in Ruhe um und haben dann (sofern Sie es wollen) die Möglichkeit, sich über
aktuelle Angebote zu informieren.
Mit dieser, sehr viel freundlicheren, Vorgehensweise, wird man die Besucher / Kunden kaum vergraulen.
Von: Günter Dehne
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